Zeichen setzen gegen Gewalt im Sport!

Anlässlich des Spiels FCSG-FC Basel von anfang Juli besuchten Sara Fritz, Co-Präsidentin der *jevp aus Birsfelden BL und ich zusammen ein Spiel. Dabei wollten wir ein Zeichen setzen, dass Fussball zusammen erlebt und friedlich zelebriert werden soll, selbst wenn man verschiedene Mannschaften unterstützt. Heute, vier Monate später, sehen wir unsere Hoffnung auf eine gewaltfreie und faire SuperLeague-Saison bereits geplatzt.
Fan-Ausschreitung wie vergangenen Mittwoch in St.Gallen, wüste Tätlichkeiten zwischen Spielern auf dem Fussballfeld; die neue Saison hat bereits einige traurige Kapitel geschrieben.
Wie lösen wir die Probleme? Im ganzen Land wird das St.Galler Vorgehen nach den Vorfällen mit Sportchaoten von GC gelobt. Ich befürworte das harte Durchgreifen der Polizei ebenfalls und hoffe, dass auch andere Städte nachziehen werden. Ich bin aber der Meinung, dass nicht nur die Polizei gefordert ist, sondern vor allem auch die echten Fans sowie der Verein. Während dem Spiel gegen GC skandierte der Espenblock: "Fussballfans sind keine Verbrecher". Das stimmt natürlich, können doch gewälttätige Chaoten nicht als Fans bezeichnet werden. Schade ist aber, dass viele Fankurven in der Schweiz gerade diese Chaoten unterstützt und schützt, indem sie ihnen Anonymität bieten und ihre Vergehen nicht aufdecken. Aber auch Spieler und Vereine sind aufgerufen. Spieler sind Vorbilder, sagt man so schön. Wenn man die Tätlichkeiten auf dem Feld aber betrachtet (Franco Costanzo, Doumbia, Sforza, etc.) muss man sagen, sie sind schlechte Vorbilder! Schon lange warte ich darauf, dass nicht nur unbeliebte Präsidenten die Fans zur friedlichen Stimmung aufrufen, sondern auch Publikumslieblinge wie Marc Zellweger, Koubsky, Forte usw. öffentlich gegen Chaoten und gegen Unsportlichkeiten ihre Stimme erheben oder Fans dazu auffordern, das eigene Team anzufeuern und nicht Hass gegen den Gegner zu schüren!
Für mich ist klar: Wir brauchen auch im Sport wieder tragende Werte, die Menschen verbinden und nicht trennen. Wenn gegenseitige Achtung und Wertschätzung stärker gewichtet werden als gegenseitiger Hass und wenn aus persönlicher Verabscheuung wieder eine gesunde sportliche Rivalität entstehen, dann können wir auch in der AFG Arena wieder friedliche Fussballfeste feiern; mit einem FCSG, der es hoffentlich immer wieder schafft, den Zürcher Grasshopper Club als Verlierer heimzuschicken.


