30.01.2012 | Kantonsratswahlen 2012

Wahlauftakt und Parteifest

Am vergangenen Samstag hielt die EVP des Kantons St. Gallen ihren Wahlauftakt zu den Kantonsratswahlen 2012 ab.

Mehr als fünfzig Kandidierende und Parteimitglieder fanden sich im Forum des Pfalzkellers ein, um sich auf die kommenden Kantonsratswahlen einzustimmen. Auch beim anschliessenden Abendessen drehten sich viele Gespräche um die Politik.


Vier Schwerpunkte

Für die kommende Legislaturperiode des Kantonsrats hat die EVP vier politische Gebiete identifiziert, die ihr besonders wichtig sind. Sie möchte die Familien stärken, Jugendgewalt an der Wurzel bekämpfen, eine Finanzpolitik mit Weitsicht betreiben und erreichen, dass der Kanton bis 2050 grösstenteils energieautark ist.

Diese Ziele möchte sie auf der Basis von christlichen Werten, aber auch im Bewusstsein um die Endlichkeit des Menschen erreichen. Heiner Studer, Präsident der EVP Schweiz, formulierte es so: «Die Politik der EVP richtet sich nach dem Grundsatz, dass alle Menschen von Gott geliebt und deshalb grundsätzlich zu respektieren sind.»


Weitsichtige Finanzpolitik

Reto F. Denoth, Präsident der EVP des Kantons St. Gallen, stellte die Spar-Ideologie des rechtsbürgerlichen Lagers im Kantonsrat in Frage. Mehrere Steuersenkungen - die von der EVP bereits vor fünf Jahren kritisiert worden waren - konnten keine gutbetuchten Steuerzahler anziehen, dafür haben sie ein desaströses Loch ins Budget gerissen, so dass bald das gesamte finanzielle Polster des Kantons aufgezehrt sein wird.

Roman Rutz, Co-Präsident der *jevp Schweiz und Stadtparlamentarier in Wil, stellte fest, dass Standortförderung eben mehr bedeute als Steuersenkungen; diese seien ohne Frage ein wichtiger Faktor, doch gerade auch das Schaffen guter Rahmenbedingungen für Familien – seit je ein Kernanliegen der EVP – leiste einen wichtigen Beitrag zur Standortattraktivität des Kantons. Das gelte insbesondere auch für traditionelle Familienstrukturen, die gegenüber moderneren Modellen nicht ins Hintertreffen geraten dürften.

Im Anschluss daran vermittelten Kantonsrat Jascha Müller und Markus Ramsauer Tipps für den Wahlkampf.


Beim Abendessen, das grösstenteils aus regionalen, Culinarium-zertifizierten Spezialitäten bestand, konnten diese Themen breiter diskutiert und vertieft werden. Kantonsrat Hans Oppliger und die Kreispartei Werdenberg brachten mit Ribelmais, Bernecker Wein und Apfelsaft von neu gezüchteten Apfelsorten Rheintaler Gaumenfreuden in die Gallusstadt.